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Stand: 2020-02-01
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Gina Mösken

Der (Eigen)Sinn frei-gemeinnütziger Tätigkeit


Eine Fallstudie zur Rekonstruktion individueller Sinnstrukturen frei-gemeinnützig Tätiger aus verschiedenen Engagementfeldern
2017. 252 S. 24 cm
Verlag/Jahr: DUSTRI; PABST SCIENCE PUBLISHERS 2017
ISBN: 3-9585327-4-8 (3958532748)
Neue ISBN: 978-3-9585327-4-8 (9783958532748)

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Frei-gemeinnützige Tätigkeit ist ein vielseitig beleuchtetes Phänomen, das im Rahmen der Arbeitsforschung vor dem Hintergrund einer sich verändernden Arbeitswelt zunehmend in den Blick gerät und im Rahmen der Freiwilligenforschung vor allem hinsichtlich seiner Bedeutung für die Zivilgesellschaft untersucht wird. Obwohl dabei häufig die theoretisch anspruchsvolle Kategorie "Sinn" bzw. "Sinngehalt" als Erklärungsmuster und Motiv für freiwilliges Engagement bemüht wird, bleibt offen, wie sich eben dieser Eigensinn frei-gemeinnütziger Tätigkeit konstituiert.
Die Studie widmet sich explizit dem subjektiven Sinnbegriff Freiwilliger, wählt dafür einen tätigkeitstheoretischen Zugang und aktualisiert damit, unabhängig von einem theoretischen Paradigma, wissenschaftliche Befunde. Dazu wurden die eigenen Erkenntnisse aus der Rekonstruktion narrativer Gridinterviews in bisherige Untersuchungen im Feld sowie die theoretischen Auseinandersetzungen hierzu eingebettet. Die qualitative Fallstudie bildet die Basis einer eigens entwickelten Theorie zu sechs Sinnstrukturen frei-gemeinnütziger Tätigkeit: Sie erklären grundlegende Orientierungsmuster sowie individuelle Motivbündel frei-gemeinnützig Tätiger und werden als im Moment des Interviews gültige Konstruktionen und Zuschreibungen verstanden. Subjektiver Sinn wird nicht aufgrund von Rahmenbedingungen und externen Anerkennungsstrukturen oder Anreizsystemen erzeugt, sondern entsteht auf Ebene von Erfahrung.
Das narrative Gridinterview wird als Verfahren zur Erforschung subjektiver Sinnstrukturen vorgestellt und als sozialwissenschaftliche Methode eingebettet. Mit der Grid-Text-Verschränkung wird hier erstmals ein Verfahren vorgestellt, das parallel die erzähltheoretische und die eigentheoretische Perspektive der Akteure auf den Forschungsgegenstand berücksichtigt und integriert.