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Stand: 2020-02-01
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Matheus Pelegrino da Silva

Kelsens Theorie der Rechtserkenntnis.


Zugleich eine kritische Betrachtung der Positivität als Eigenschaft des Rechts. Dissertationsschrift
2019. 184 S. 4 schw.-w. Abb. 233 mm
Verlag/Jahr: DUNCKER & HUMBLOT 2019
ISBN: 3-428-15748-6 (3428157486)
Neue ISBN: 978-3-428-15748-8 (9783428157488)

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In dieser Untersuchung wird analysiert, wie erfolgreich Kelsen bei der Formulierung einer Rechtstheorie war, die die rechtliche Natur von Rechtsphänomenen zu erkennen und zu beschreiben versucht. Es wird erforscht, wie Kelsen die Rechtserkenntnis darstellt, wie diese Erkenntnis mit seiner Auffassung der Rechtsnorm als objektiver Sinn eines Willensaktes verbunden ist und welche Situationen existieren, in denen die Begründung der Erkenntnis des Rechts durch das punktuelle Ausschließen der Positivität erfolgt.
In dieser Untersuchung wird analysiert, wie erfolgreich Kelsen bei der Formulierung einer Rechtstheorie war, die die rechtliche Natur von Rechtsphänomenen zu erkennen und zu beschreiben versucht. Es wird erforscht, wie Kelsen die Rechtserkenntnis darstellt, wie diese Erkenntnis mit seiner Auffassung der Rechtsnorm als objektiver Sinn eines Willensaktes verbunden ist und welche Situationen existieren, in denen die Begründung der Erkenntnis des Rechts durch das punktuelle Ausschließen der Positivität erfolgt. Die ersten drei Kapitel stellen die Hauptelemente der Reinen Rechtslehre als eine Theorie der Rechtserkenntnis dar, als Theorie, die auf die Beschreibung der Rechtsphänomene zielt, während die letzten beiden Kapitel auf die Präsentation und kritische Untersuchung der von Kelsen entwickelten Lehren zielen, um durch die Darstellung der Art und Weise, wie gültige Normen erzeugt und interpretiert werden, die Rechtserkenntnis zu erklären.
Einleitung

1. Grundnorm, Normativität und Positivität als Grundprämissen der Reinen Rechtslehre: Die Auffassung der Reinen Rechtslehre als Hypothese und die Natur der Grundprämissen - Die drei angenommenen Prämissen und ihr Verhältnis zueinander - Die eventuelle Notwendigkeit der Annahme der Prämisse Grundnorm und die Anwendung des Begriffs "Recht"

2. Gegenstände der Rechtserkenntnis und des Rechts: Der Gegenstand der Rechtserkenntnis - Die Anwendung von individuellen Normen als Ausgangspunkt der Rechtserkenntnis - Die Rechtserkenntnis und das Ziel von Kelsens Rechtstheorie - Die Rechtswissenschaft und die Erzeugung der Gegenstände des Rechts - Wissenschaftliche Debatte über die Gegenstände der Rechtswissenschaft bei Kelsen - Die Rolle der Geltung bei der Identifizierung der Gegenstände des Rechts - Die Notwendigkeit der Postulierung der alternativen Ermächtigung für die Erklärung der Existenz einiger Rechtsphänomene

3. Die Beschreibung der gültigen Normen und die Bedeutung der Geltung der Normen: Die Rechtssätze und die Beschreibungsaufgabe der Rechtswissenschaft - Die Zurechnung als normative Verknüpfung von Tatbeständen - Rechtsfolge, Sanktion und die Zwangsnatur des Rechts

4. Ursprung und Begründung der Geltung der Normen: Die Grundnorm und die Identifikation der gültigen Rechtsordnung - Die alternative Ermächtigung und ihre Positivität - Stufenbaulehre und Rechtserkenntnis

5. Die Rechtserkenntnis und die Interpretation des Rechts: Die drei Arten von Interpretation und die Aufgabe der rechtswissenschaftlichen Interpretation - Die rechtswissenschaftliche Interpretation und die Anwendung von Auslegungsmethoden - Der Aufbau des normativen Rahmens und das Problem der Mehrdeutigkeit - Die Anwendung von nicht-positivierten Quellen beim Aufbau des normativen Rahmens

Schluss

Literatur- und Sachverzeichnis
"Kelsen´s theory of legal cognition. Simultaneously a critical reflection on the positivity as a property of law"

This work develops a critical analysis of Kelsen´s theory of legal cognition. The main elements of this theory are presented in connection with Kelsen´s conception of a legal norm as the objective sense of an act of will. It is argued that in some situations Kelsen´s theory of legal cognition requires the exclusion of the positivity as an requirement for the existence of a valid legal norm in order to be able to offer an explanation of the legal nature of some phenomena.