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Marie von Ebner Eschenbach, Marie von Ebner-Eschenbach, Evelyn Polt-Heinzl, Daniela Strigl, Ulrike Tanzer (Beteiligte)

Lotti, die Uhrmacherin. Unsühnbar


Herausgegeben von Polt-Heinzl, Evelyn; Strigl, Daniela; Tanzer, Ulrike
2019. 392 S. 205 cm
Verlag/Jahr: RESIDENZ 2019
ISBN: 3-7017-1722-2 (3701717222)
Neue ISBN: 978-3-7017-1722-4 (9783701717224)

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Ein erstaunlich modernes Frauenbild ist zu entdecken: In "Lotti, die Uhrmacherin" greift die Autorin auf ihre eigene Ausbildung als Uhrmacherin zurück. Lotti, sozial und beruflich gefestigt, wird trotz Liebesverwicklungen als unabhängige, selbstbewusste Frau geschildert.

Gräfin Maria Dornach in "Unsühnbar" hingegen scheitert als "österreichische Effi Briest" an den ungleichen Lebensoptionen, die die Gesellschaft den beiden Geschlechtern zugesteht. Während ihr Vater wie ihr späterer Verführer ein ausschweifendes Liebesleben genießt, bedeutet eine Verfehlung für die junge Frau den Zusammenbruch ihrer ganzen Welt.
Mit kritischem Witz vermisst Ebner-Eschenbach die gesellschaftlichen Handlungsspielräume junger Frauen.
von Ebner-Eschenbach, Marie
geboren 1830, gestorben 1916, geborene Freiin (später Gräfin) Dubskì, war eine der bedeutendsten österreichischen Schriftstellerinnen. 1848 heiratete sie ihren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach, mit dem sie zunächst in Südmähren lebte, 1856 erfolgte die Übersiedlung nach Wien. Sie schrieb zunächst zahlreiche Dramen, ab 1876 aber vor allem Prosa. Ihr erster Kurzroman Bozena wurde viel beachtet, mit den Dorf- und Schlossgeschichten (1883) gelang ihr der Durchbruch. Zu ihren bekanntesten Werken zählen Lotti, die Uhrmacherin (1880) und Das Gemeindekind (1881). Ihr Schreiben ist von psychologischem Scharfblick und sozialem Engagement geprägt. In ihren letzten Lebensjahrzehnten erhielt sie zahlreiche hohe Auszeichnungen, u.a. den ersten an eine Frau verliehenen Ehrendoktortitel der Universität Wien. Zuletzt bei Residenz erschienen: "Erzählungen und Aphorismen" (2015).

Polt-Heinzl, Evelyn
geboren 1960 in Braunau/Inn, Studium der Germanistik, Politikwissensch
aft und Philosophie. Literaturwissenschaftlerin und Ausstellungskuratorin, zahlreiche Publikationen. Zuletzt erschienen: "Österreichische Literatur zwischen den Kriegen. Plädoyer für eine Kanonrevision" (2012), "Bozena. Der Vorzugsschüler" (2015) und "Erzählungen und Aphorismen" (2015) (Hrsg.).

Strigl, Daniela
geboren 1964 in Wien, Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte, Theaterwissenschaft. Essayistin, Literaturkritikerin, Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik der Universität Wien. 2003-2009, 2011-2014 Mitglied der Jury des Ingeborg Bachmann Preises (Klagenfurt). 2009 Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises. Daniela Strigl hat für ihre Arbeit zahlreiche Preise erhalten: Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik 2001, Max Kade Essaypreis 2007, Alfred Kerr Preis 2013, Berliner Preis für Literaturkritik 2015. Zuletzt erschienen: "Wahrscheinlich bin ich verrückt... Marlen Haushofer - die Biographie" (2009). Mit Evelyne Polt-Heinzl und Ulrike Tanzer ist sie
Herausgeberin der vierbändigen Marie von Ebner-Eschenbach-Leseausgabe im Residenz Verlag (2014/2015). Zuletzt bei Residenz erschienen: "Berühmt sein ist nichts. Marie von Ebner-Eschenbach. Eine Biographie." (2016).

Tanzer, Ulrike
geboren 1967 in Steyr, Studium der Germanistik und Anglistik. Leiterin des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Briefedition, Literaturdidaktik. Zuletzt bei Residenz erschienen (Hrsg.).: "Erzählungen und Aphorismen" (2015).